Wenn sich Architekten selbst übertreffen

30. Januar 2019

HausWenn Sie durch die Stadt laufen, sehen Sie Häuser, die sich ähneln wie ein Ei dem anderen. Von Reihenhäusern über Einfamilienhäusern bis hin zu Altbauwohnungen sind die verschiedensten Bauformen zu erkennen.





Dennoch lassen sich kaum Besonderheiten feststellen, die ins Auge des Betrachters springen. Die meisten Menschen sind mit einem schlichen Haus vollkommen zufrieden. Doch es gibt Menschen, die nach etwas ganz Einzigartigem suchen. Wenn dieser Wunsch durch das Können eines Architekten begleitet oder gar von einem Architekten selbst realisiert wird, entstehen wahre Wunderhäuser.

Eine neue Struktur und Form

Um eine Besonderheit in der Welt der Architektur zu werden, müssen sich die kreativen Köpfe etwas ganz Einzigartiges einfallen lassen. Viereckige Grundrisse, die von einem spitz zulaufenden Dach vor der Witterung geschützt werden, sind längst vergessen. Vielmehr müssen neue Schnitte, Formgebung sowie Designs gewählt werden. Hierzu wird zunächst ein erstes Stockwerk gebaut. Diese soll von möglichst vielen Formänderungen gezeichnet sein. Eckige Räume, Verrundungen und Wände, die nicht im 90 Grad Winkel zueinanderstehen, sind begehrte Stilmittel. Hinzu kommt das zweite Stockwerk, das der unteren Etage nicht gleichen darf. Durch einen starken Versatz oder das hinausragen von oberen Räumen, entstehen luftige Räume. Doch auch Bauformen des antiken Griechenlands lassen sich in Kombination mit neuen Trends finden. So werden gerne Säulen in die Eingangsfronen eingebaut.

Ein weiteres Augenmerk legen die Architekten auf die Gestaltung des Außenbereiches. Dieser ist schließlich der erste Blickfang für den Betrachter des Hauses. Daher soll hier mit Brunnen, angelegten Gartenbereichen im Kleinformat oder spiegelnden Flächen begeistert werden. Wer es besonders schlicht und akkurat mag, kann sich auf den Bauhausstil verlassen. Dieser findet in der heutigen Zeit eine neue Interpretation. Weiße Wände, gerade Schnitte und das strikte Verfolgen geometrischer Formen begeistern die Anhänger dieses Baustils immer wieder aufs Neue.

Faszinierende Bauweise

Doch nicht immer muss das Haus besonders aussehen. Auch der Bauprozess kann sich von dem, eines herkömmlichen Hauses, deutlich unterscheiden. So sind wir in der heutigen Zeit mehr darauf bestrebt, in kürzerer Zeit mehr zu erreichen. Der Wunsch nach einem eigenen Haus ist daher für die Planenden mit hohem Zeitdruck verbunden. Wer in einer sehr kurzen Zeit ein Haus bauen möchte, kann auf das kürzlich entstandene Verfahren des „Hausdruckens“ zurückgreifen. Hierzu realisierten Forscher einen Drucker, der es schafft, ein Haus Grundriss zu drucken. Hierzu druckt er zwei Schaumstoffplatten, die sich parallel gegenüberstehen. Sie sind durch einen Hohlraum getrennt, welcher während des Aushärteprozesses mit Beton gefüllt wird. So lässt sich ein stabiler Verbund herstellen, der Wind und Witterung standhält.

Klein aber fein

Ebenso geht der Trend der neuen Immobilien immer mehr zu kleineren Häusern. Kaum mehr Platz ist in der Stadt zu finden, um ein Haus zu errichten. Die Grundstückspreise für Land und Boden werden ebenso immer teurer, weswegen sich kompaktierte Häuser empfehlen. Dennoch wollen die zukünftigen Hausbesitzer nicht auf ihren Komfort verzichten. Die Aufgabe des Planers ist es daher, auf kleinerem Raum alle wichtigen Räumlichkeiten zu integrieren. Zudem darf es nicht an Bewegungsfreiheit fühlen, die durch besondere Schnitte der Räumlichkeiten realisiert wird. Damit das Haus zudem schon auf den ersten Blick nicht zu komprimiert wirkt, müssen viele Möglichkeiten des Lichteinfalls gegeben sein. Helle Beleuchtungen im Inneren sind hierbei ein Mittel. Doch auch große Fensterfronten, die komplette Wände ersetzen können, liegen voll im Trend. So fällt schon am Morgen der erste Sonnenstrahl in den Raum und durchflutet ihn mit Licht.

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