Bitterstoffe (Amara) in Heilpflanzen – Wirkung & Anwendung

21. Juni 2010

Sehr viele Heilpflanzen haben einen bitteren Geschmack, dieser kommt von den Bitterstoffen. Welche aber in einer unterschiedlich hohen Konzentration in den Heilpflanzen zu finden ist und daher unterschiedliche Wirkung hat. In der Naturheilkunde werden diese Bitterstoffe auch oft als Amara bezeichnet.





Die Bitterstoffe teilen sich in drei Gruppen. Es gibt die „reinen Amara“, die „Amara aromatica“ und die „Amara acria“. Dabei finden die verschiedenen Bitterstoffe der einzelnen Gruppen bei der Linderung von Beschwerden verschiedene Anwendung.

Reine Amara – Bitterstoffe – Wirkung & Anwendung

Reine Amara fördern die Verdauung und regen die Magensaftsekretion an. Weiterhin lindern sie Blähungen und wecken den Appetit. Sie wirken allgemein stärkend nach Krankheiten und bei Kreislaufbeschwerden. Zusätzlich kommen sie zur Anwendung um Speisen bekömmlicher zu machen. Reine Bitterstoffe mit großer Wirkung sind beispielsweise in Tausendgüldenkraut und Enzianwurzel.

Amara aromatica – Bitterstoffe – Wirkung & Anwendung

Amara aromatica enthalten neben den Bitterstoffen auch einen hohen Anteil an ätherischen Ölen. Anwendung findet diese Gruppe der Bitterstoffe bei Beschwerden von Leber und Gallenblase. Weiterhin wirken sie antibakteriell. Heilpflanzen mit einer hohen Wirkung sind: Engelwurz, Schafgarbe und Mariendistel.

Amara acria – Bitterstoffe – Wirkung & Anwendung

Heilpflanzen mit Bitterstoffen der Gruppe Amara acria schmecken sehr bitter und scharf. Anwendung finden sie daher eher als Gewürz und selten als Heilpflanze. Sie unterstützen das Herz, den Kreislauf sowie die Verdauungsorgane. Heilpflanzen sind: Ingwer, Pfeffer und Galgant.

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