Der Unterschied zwischen Kunstdrucken und Farbdrucken

17. Oktober 2014

Bilder machen jeden Raum interessanter und transportieren eine gewisse Botschaft. Die Unterschiedlichkeit der Bilder ergibt sich aus dem Charakter und Verwendungszweck des Raumes und sollten diesem daher unbedingt entsprechen. Die Herstellungs- und Machart der Bilder kann dabei sehr unterschiedlich und qualitativ sehr unterschiedlich sein. Heute möchten wir uns daher etwas näher mit dem Unterscheid zwischen Kunstdrucken und Farbdrucken beschäftigen.



Die preiswertere Variante zu Originalgemälden sind Farb- und Kunstdrucke, daher werden sie zur Reproduktion von Gemälden hergestellt. Gemälde werden üblicherweise mit vielen verschiedenen Farben gestaltet, wodurch ein komplexer Farbraum angesprochen wird. Der normale Farbdruck kann im Unterschied zum Kunstdruck diese Farben nicht im originalen Farbton reproduzieren. Probleme gibt es hierbei vor allem bei Gold- und Silberfarben sowie der Farbe Purpur.

Die höhere Qualität des Kunstdrucks durch eine bessere Farbdarstellung erfolgt durch die Mischung der Druckfarben und nicht nur der Verwendung des beim Farbdruck üblichen CMYK-Vierfarbdrucks oder Hexachrome-Drucks. Weiterhin werden beim Kunstdruck Schmuckfarben wie etwa Gold und Silber eingesetzt. Beim CMYK-Druck werden alle Farben lediglich aus 4 Farben gemischt. Diese sind Cyan (ein Blauton), Magenta, Gelb und Schwarz.

So ist ein Erkennungsmerkmal des Kunstdruckes, dass auf dem Umschlag die Zahl der Druckfarben als Qualitätsmerkmal vermerkt ist. Die Anzahl von 8 bis 12 Druckfarben sind nicht außergewöhnlich. So gilt also als Faustformel: je höher die Anzahl der angegeben Farben, umso näher ist der Druck am Original.

Ein weiteres Erkennungsmerkmal von Kunstdrucken ist, dass der Druck rasterlos oder mit frequenzmoduliertem Raster gedruckt wurden. Erkennbar ist dieses, wenn man beispielsweise mit Hilfe einer Lupe das Bild vergrößert und keine Druckpunkte erkennt.

Neben der Herstellung und Reproduktion von Gemälden und anderen Originalbildern wird die Technik des Kunstdrucks unter der Verwendung spezieller Schmuckfarben auch bei Gebrauchsdarstellungen eingesetzt. Durch den Einsatz des Kunstdruckverfahrens kann so eine Kopierbarkeit erschwert werden. Einsatzgebiete sind beispielsweise Urkunden, Geldscheine und andere Wertpapiere.

Im Gegensatz zum Farbdruck, welcher sich in allen Druckereien findet, ist die Anschaffung der Maschinen für Kunstdrucke sehr teuer und der Markt daher eher klein.

Eine Konkurrenz für den Kunstdruck sind in der letzten Zeit moderne Malwerkstätten geworden, welche sich auf die Reproduktion von Gemälden spezialisiert haben.

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