Funktionsweise und Anwendung von Kompressionsstrümpfen

BeineKompressionsstrümpfe werden von vielen Menschen vorsorglich verwendet und erfüllen vor allem medizinische Zwecke. Welche dieses genau sind und wo diese besonderen Strümpfe Anwendung finden, lesen Sie in unserem heutigen Artikel.





Der richtige medizinische Name für diese Art von Strümpfen ist Kompressionsstrümpfe oder auch medizinische Thromboseprophylaxestrümpfe (MTPS).
Die Kompressionsstrümpfe sind wichtiger Bestandteil der Kompressionstherapie und ein medizinisches Hilfsmittel, welches bei Bedarf vom Arzt verordnet werden kann. Es gibt sie übrigens nicht nur in Strumpfform sondern auch als Strumpfhosen. Viele weitere Informationen dazu, finden Sie auch auf dieser Webseite. Und dabei müssen diese Strümpfe und Strumpfhosen nicht immer medizinisch aussehen, sondern es gibt sie mittlerweile in vielen Formen, Farben und Ausführungen.

Anwendung

Kompressionsstrümpfe werden bei folgenden Krankheiten und Beschwerden verordnet:

  • bei Krampfadern (Varizen)
  • bei Beinvenenthrombosen und deren Folgen
  • beim Postthrombotische Syndrom
  • bei Lymphödemen
  • bei „offene Beinen“
  • Lipödem
  • .

Man schätzt, dass ca. 90 Prozent der erwachsenen deutschen Durchschnittsbevölkerung zumindest geringfügige Veränderungen an den Beinvenen haben. Sich jedoch nur etwa ein Viertel dieser Personen in entsprechender ärztlicher Behandlung befinden.

In leichter Ausführung, in Form von Stützstrümpfen, gibt es auch Strümpfe als prophylaktisches Mittel gegen beispielsweise Reisethrombosen bei langen Flügen oder Zugreisen oder auch als unterstützendes Mittel für Mitarbeiter dauernd stehender Berufe wie beispielsweise Verkäufern und Sportlern zu finden.

Funktionsweise

Das Wirkprinzip von Kompressionsstrümpfen ist folgendes. Sie erzeugen von außen Druck auf das Gewebe des umschlossenen Beines. Dieses geschieht aus dem Grund, das geschädigte Venen- oder Lymphsystem zu entlasten.

Dabei sind die Kompressionsstrümpfe so gefertigt, dass der ausgeübte Druck von oben nach unten analog zum Gewebedruck im Bein in Richtung der Anziehungskraft zunimmt. Unterteilt wird dieser Druck, welcher gleichzeitig auch den Krankheitsgrad des Patienten angepasst, in die Kompressionsklassen „CCL“, „Ccl“ oder „KKL“ I–IV eingeteilt. Die Kompressionsklasse I ist bei dieser Einteilung die leichteste und die Kompressionsklasse IV die schwerste.

Sollte der Patient aus irgendwelchen Gründen, wie beispielsweise mangelnde Beweglichkeit oder einer zu geringe Körperkraft, nicht in der Lage sein, einen Strumpf mit einer hohen Kompressionsklasse anzulegen, kann dieses auch durch die Verordnung von zwei Kompressionsstrümpfen mit einer leichten Kompressionsklasse variiert werden, da sich, wenn der Patient beide Strümpfe übereinander zieht, die Kompressionsklasse addiert.