Gerbstoffe (Tannine) – Wirkung

20. Juni 2010

Pflanzliche Gerbstoffe werden auch Tannine genannt und sind Inhaltsstoff vieler Heilpflanzen. Mittlerweile können Gerbstoffe aber auch schon synthetisch hergestellt werden. Die Wirkung von Gerbstoffen ist sehr vielfältig. Unter anderem wirken Gerbstoffe adstringierend (d.h. zusammenziehend), antibakteriell, entzündungshemmend und schmerzlindernd.




Gerbstoffe können Durchfall lindern, Schleimhautentzündungen eindämmen und kleinere Blutungen stillen. In sehr hoher Konzentrierung sind Gerbstoffe allerdings schädlich und können zu Magenschleimhautentzündung oder Brechreiz führen Bei einer Langzeitanwendung von Gerbstoffen können sogar Leberschäden entstehen.

Wirkung der Gerbstoffe

Medizinisch genutzt werden Gerbstoffe beispielsweise auf Grund ihrer adstringierenden Wirkung zur Heilung von Schleimhäuten. Die Gerbstoffe entziehen Bakterien so den Nährboden, Schmerzen und Wundsekretion werden gelindert und Entzündungen gehemmt bzw. beseitigt.
Auch bei Magen- und Darmentzündungen werden Gerbstoffe Einsatz und schaffen Linderung der Beschwerden. Weiterhin können Gerbstoffe als blutstillendes Mittel, zur schnelleren Wundheilung und bei leichten Verbrennungen eingesetzt werden.

In welchen Heilpflanzen Gerbstoffe vorkommen

Gerbstoffe sind Bestandteil vieler Heilpflanzen. Je nach Heilpflanze ist diese Konzentration höher oder niedriger. Die Behandlung von Beschwerden und Erkrankungen kann nur mit Heilpflanzen erfolgen, die einen hohen Anteil an Gerbstoffen vorweisen kann. Heilpflanzen mit einer hohen Konzentrierung dieses Inhaltsstoffes sind z.B.

  • Eichenrinde
  • Rosmarin
  • Heidelbeeren
  • Schwarztee
  • Johanniskraut
  • Salbei

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