Grundlegende Fakten zu Burnout

29. Februar 2012

Fast jeder hat schon mal den Begriff Burnout gehört oder sogar Anzeichen eines Burnouts verspürt. Wir möchten ihnen in unserem Artikel Grundlegendes und Wissenswertes über das Burnout -Syndrom vermitteln.



Der Begriff Burnout kommt von dem Wort (to) burn out, was so viel wie „Ausbrennen“ bedeutet. Es ist ein Zustand großer emotionaler Erschöpfung gepaart mit einer reduzierten Leistungsfähigkeit. Ein Burnout ist der Endzustand einer Entwicklung. Sie beginnt meistens mit einer idealistischen Begeisterung und führt durch frustrierende Ereignisse zu Desillusionierung, Apathie, psychosomatischen Erkrankungen und Depression. Dabei wird Burnout nicht als Krankheit sondern Problem der Lebensbewältigung definiert.

Burnout Symptome sind emotionale Erschöpfung, Depersonalisierung und die Betroffenen sind der Meinung trotz Überlastung nicht genug erreicht zu haben.
Um festzustellen, ob jemand an Burnout leidet ist ein Burnout Test unumgänglich.
Eine Möglichkeit ist beispielsweise das Maslach Burnout Inventory, kurz MBI genannt. Bei diesem Test müssen Betroffene Aussagen treffen in den Kategorien emotionale Erschöpfung, Depersonalisierung und Leistungszufriedenheit und diese nach Intensität und Häufigkeit beurteilen.
Eine weitere Möglichkeit ist das Tedium Measure, kurz TM genannt. In diesem Test werden Aussagen nur bezüglich ihrer Häufigkeit eingeschätzt von den Betroffenen.

Die Phasen eines Burnouts laufen ungefähr wie folgt ab, können aber auch abweichen. Als erstes verspürt der Betroffene den Drang, sich selbst und anderen etwas beweisen zu wollen. Es setzt ein extremes Leistungsstreben ein, um den extrem hohe Erwartungen gerecht zu werden. Dieses geht mit einer Überarbeitung und Vernachlässigung anderer persönlicher Bedürfnisse und sozialer Kontakte einher. Die inneren Probleme und Konflikte werden überspielen oder übergehen. Anschließend treten oft Zweifel am eigenen Wertesystem und vorher wichtigen Sachen wie Hobbys und Freunden auf. Auch die Verleugnung entstehender Probleme sowie zunehmender Intoleranz und Geringschätzung anderer Menschen sind typisch für die nächste Phase. Es erfolgt dann oft ein Rückzug und die Vermeidung sozialer Kontakte. Verhaltensänderungen und ein Gefühl der Wertlosigkeit sowie zunehmende Ängstlichkeit sind die Folge. Das Leben verläuft bei den Betreffenden zunehmend mechanistisch und eine innere Leere und sowie der verzweifelte Versuche, diese Gefühle durch unangemessene Überreaktionen wie Sexualität, Essen und Drogen stellt sich ein. Gleichgültigkeit, Hoffnungslosigkeit, Erschöpfung, Perspektivlosigkeit und andere depressive Symptome stellen sich ein. Sogar Selbstmordgedanken als Ausweg aus dieser Situation sind in der letzten Phase möglich.

Sollten Sie beim Lesen unseres Artikels Verhaltensweisen wiedererkannt haben, sollten Sie nicht länger zögern und mit ihrem Hausarzt oder einem Facharzt sprechen.

Hinweis: Die Inhalte auf leben-kunst.de dienen rein informativen Zwecken und können die persönliche Beratung durch einen Facharzt in keinem Fall ersetzen.