Die Kunst des Singens

27. Dezember 2012

„Wo gesungen wird, da lass Dich nieder, denn böse Menschen kennen keine Lieder.“ Wer kennt diesen Ausspruch nicht. Aber was ist daran dran? Warum singen Menschen und seit wann? In unserem Artikel finden Sie Antworten und wissenswerte Fakten zum Thema Gesang.



Der Gesang, so viel zur schlichten Definition, ist der musikalische Gebrauch der Stimme des Menschen.
Im Gegensatz zum Sprechen unterscheidet er sich dadurch, dass beim Singen der Einsatz präzise definierter Tonhöhen und rhythmischer Strukturen erfolgt.

Die ersten Lieder lernen schon die Kleinsten im Kindergarten oder beim Singen mit den Eltern oder Geschwistern. Vielen Kindern macht es darüber hinaus auch Spaß mit anderen Kindern in einem Chor zu singen und nicht wenige Erwachsene behalten dieses Hobby ein Leben lang bei. Menschen, welche Mutter Natur mit einer sehr schönen oder besonderen Stimme ausgestattet hat, machen darüber hinaus ihre Leidenschaft oft auch zum Beruf. Voraussetzung dafür ist oft eine jahrelange Ausbildung und Training.

Die sogenannte Gesangspädagogik beschäftigt sich mit der professionellen Ausbildung zum Berufssänger. Sie findet in Deutschland an Musikhochschulen oder in privaten Studios statt. Dabei dauert die akademische Ausbildung mindestens acht Semester.

Die Beschreibung der Anatomie des Singens ist nicht so einfach. So werden zur Klangerzeugung das Zwerchfell, die Lunge, die Stimmlippen und der Vokaltrakt eingesetzt. Schon allein durch diese Aufzählung wird klar, wie wichtig für professionelle Sängerinnen und Sänger eine gute Ausbildung und ständiges Üben ist.
Der Gesang wird wie beim Sprechen durch das Zusammenwirken der beiden Stimmbänder erzeugt, welche im Kehlkopf und den Ansatzräumen sitzen. Verschiedene Muskeln erzeugen dabei eine wechselnde Spannung der Stimmlippen.

Es wird zwischen verschiedenen Stimmlagen unterschieden. Für die Höhe der Stimme sind vor allem die Länge der Stimmbänder und deren Schwingungsverhalten maßgeblich.
Kinder haben erst eine sehr hohe Stimme. Sie sinkt mit dem Wachstum der Stimmbänder jedoch über die Zeit, was bei Jungen jedoch noch stärker als bei Mädchen ausgeprägt ist. Dabei ist der Stimmbruch die stärkste Wachstumsphase der Stimmbänder der Jungen. Der Stimmbruch tritt etwa zur Pubertät ein.

Geschichtlich gesehen ist es wichtig über den Gesang zu wissen, dass er wahrscheinlich die älteste und ursprünglichste musikalische Äußerungsform der Menschen ist, denn Instrumente wurden erst später erfunden und eingesetzt.
Der Gesang war für die Menschen seit je her eine Möglichkeit der seelischen und emotionalen Ausdrucksform. Weiterhin spielt er auch in den verschiedenen Religionen eine große Rolle.

Als Summen wird das Singen mit geschlossenen Lippen bezeichnet. Hier wird die Luft vollständig durch die Nase abgeleitet und nur eine sehr kleine Luftmenge in Schwingung versetzt wird.

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