Läuse bekämpfen – Tipps

27. Januar 2011

FrauenkopfLäuse sind ohne Frage eine lästige Plage, deswegen ist man froh, wenn man sie schnell wieder los ist und vor allem, wenn sie nicht nochmal wieder kommen. Wir möchten Ihnen Tipps geben, wie Sie effektiv Läuse bekämpfen und was Sie tun können, damit das der letzte Besuch der Plagegeister war.




Ein Kopfläusebefall tritt in Deutschland etwa 1,5 bis 2 Millionen Mal jährlich auf. Sie sind also nicht alleine mit diesem Problem. Scham und das Gefühl von Unreinheit sind fehl am Platz. Die Übertragung der sechsbeinigen flügellosen Insekten erfolgt von Haar zu Haar bei direktem körperlichem Kontakt. Selten kann es auch vorkommen, dass sich die Läuse über Kopfbedeckungen, Bettwäsche oder die gemeinesame Verwenden von Haarbürsten übertragen. Um jedoch wirksam und langanhaltend Läuse zu bekämpfen, sollten daher nicht nur die Haare behandelt werden, sondern auch weitere Maßnahmen getroffen werden.
Läuse ernähren sich ausschließlich von menschlichem Blut. Sie kommen nicht länger als 3 Tage ohne dieses aus und können daher auch nicht länger als maximal 3 Tage auf Gegenständen wie Bettwäsche oder Haarbürsten überleben.

Symptome bei Läusebefall

  • Ein ganz typisches Symptom ist der starke Juckreiz. Dieser tritt anfänglich vor allem hinter den Ohren, an den Schläfen sowie dem Nacken auf, da sich die Tierchen dort als erstes einnisten. Wenn Sie in diesem Stadium die Läuse nicht bekämpfen, können Sie sich auf dem ganzen Kopf ausbreiten, da die Läuse an den Haare entlang klettern können. Der Juckreiz entsteht, ähnlich wie bei einem Mückenstich, da die Läuse ihren Stechrüssel in die Kopfhaut bohren, um sich vom menschlichen Blut zu ernähren. Dabei gelangt ihr Speichel in die Wunde und verursacht den starken Juckreiz.
  • Ein weiteres Symptom ist die stellenweise gerötete Kopfhaut, welche durch das vermehrte Kratzen entsteht.
  • Das sicherste Zeichen einen Läusebefall nachzuweisen, ist natürlich das Auffinden der Tierchen oder der Eier (Nisse) in den Haaren.


Läuse bekämpfen

  • Beim Arzt oder in der Apotheke erhalten Sie spezielle Medikamente (Shampoo, Spray etc), um die Läuse zu bekämpfen. Sie sollten bei der Anwendung sehr genau die Anweisungen auf dem Beipackzettel befolgen. Da die Nisse erst nach 7 Tagen ausschlüpfen, muss eine zweite Behandlung zeitnah erfolgen, also nach etwa 8-10 Tagen. Nur dann können sie relativ sicher sein, dass die Läuse nicht wiederkommen.
  • Nach der Behandlung werden die Haare ausgekämmt. Dieses muss mit einem speziellen Kamm erfolgen, bei einem normalem Kamm sind die Zwischenräume der Zinken zu weit. Läusekämme gibt es in verschiedenen Ausführungen. Kämme aus Plastik geben gerade bei langen Haare schnell den Geist auf. Sollten Sie mit dem Läuse-Problem öfter konfrontiert sein, lohnt sich die Anschaffung eines Kämmes mit Metallzinken. Tipp: Um die kleinen Tiere besser zu erkennen, nehmen Sie sich ein weißes Blatt Papier oder ein weißes Laken und kämmen Ihre Haare oder die Ihres Kindes mit einem Nissekamm in verschiedene Richtung über dem Laken aus. Die Tiere heben sich deutlich von dem weißen Laken ab und können mit dem Laken auch besser entsorgt werden, als wenn sie beim Kämmen auf das Sofa oder Bett fallen.
  • Den Nissekamm nach jeder Anwendung mit heißem Wasser ausspülen.
  • Reinigen Sie alle Haarbürsten, Kämme und Haarspangen mit heißem Wasser und Shampoo oder Spülmittel.
  • Bettwäsche, Handtücher, Schlafanzüge und Kopfbedeckungen sollten gewechselt werden.
  • Plüschtiere der Kinder kann man für 3-4 Tage in einem verschlossenen Plastiksack aufbewahren, da die Tier wie schon erwähnt nur 3 Tage ohne Nahrung auskommen.
  • Gegenstände wie den Autokindersitz oder das Sofa können Sie mit einem Staubsauger absaugen.

Hinweis: Die Inhalte auf leben-kunst.de dienen rein informativen Zwecken und können die persönliche Beratung durch einen Facharzt in keinem Fall ersetzen.