PKV für Angestellte

16. Februar 2012

Eine private Krankenversicherung (PKV) kommt bei weitem nicht für alle Angestellten in Frage. Die meisten sind in einer gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) pflichtversichert. Erst ab einem Jahresbruttoeinkommen von über 49.500 Euro darf der Angestellte wählen, wie er versichert sein möchte. Bleibt er freiwillig in der GKV, zahlt er 15,5% seines Bruttoeinkommens als Beitrag.



Je nach Einkommen kann dies also mehrere hundert Euro im Monat bedeuten. Eine PKV hingegen bemisst ihre Beiträge nicht nach dem Verdienst, sondern auf Grundlage vieler anderer Faktoren wie beispielsweise der Krankheitsgeschichte. Mitunter kann es also der Fall sein, dass eine PKV für einen Angestellten wesentlich günstiger ist als eine GKV- und das bei wesentlich besseren Leistungen. Dies sollte natürlich genausten geprüft werden, da ein Angestellter nur solange berechtigt ist, Mitglied in einer PKV zu sein, solange sein Einkommen dauerhaft über der Grenze von 49.500 Euro liegt. Fällt sein Einkommen unter diese Grenze, beispielsweise durch Arbeitslosigkeit, so ist er wieder gesetzlich pflichtversichert. Ein Wechsel ist zwar in den meisten Fällen möglich, jedoch kann es in Einzelfällen zu Schwierigkeiten kommen. Gerade auch der Wechsel zurück in die PKV kann sich dann als sehr schwierig erweisen, nicht zuletzt weil die PKV ihren Beitrag unter anderem am Alter festlegt. Grundsätzlich bieten viele Versicherungen Angestellten eine spezielle Zusatzoption an, die es ihnen ermöglicht in einem solchen Fall eine „Pause“ einzulegen. Für einen vertraglich vereinbarten Zeitraum kann der Angestellte dann gesetzlich versichert sein und muss bei erneutem Eintritt in die PKV nicht noch einmal die Gesundheitsprüfung durchlaufen. Weibliche Angestellte sollten beachten, dass sie während des Mutterschutzes wesentlich weniger verdienen, jedoch weiterhin denselben Beitrag zahlen. Es muss also gewährleistet sein, dass der Versicherungsbeitrag in dieser Zeit bezahlt werden kann, auch wenn das Gehalt nicht ganz so hoch ist.

Doch für welche Angestellte lohnt sich ein Wechsel in die PKV? In jedem Fall für junge und gesunde Arbeitnehmer. Sie zahlen dann wie bereits beschrieben oft wesentlich niedriger Beiträge. Gerade auch Angestellte, die sich ihrer Arbeitsstelle sicher sind, können über einen Wechsel in die PKV nachdenken. Nicht zuletzt auch aufgrund der Tatsache, weil sie dort wesentlich mehr für ihr Geld bekommen. Neben dem „klassischen Luxus“ des Einzelzimmers und der Chefarztbehandlung, bieten viele Krankenhäuser mittlerweile eine eigene Privatstation an. Angestellte in international agierenden Firmen, die viel reisen müssen, können sich durch den Beitritt in eine PKV eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung sparen, da diese oft bereits enthalten ist oder zusätzlich direkt als Option bei der Versicherung gewählt werden kann.

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