Schmucksteine – Arten & Verwendung

17. Oktober 2012

Das Angebot an Schmuck ist riesengroß und reicht von peppigem Modeschmuck bis zu edlem echten Schmuck. Was man wählt, ist eine Frage des persönlichen Geschmackes und Geldbeutels. Durch immer bessere Technologien kann man heute Schmucksteine kaum noch von Halbedelsteinen oder Edelsteinen unterscheiden. In unserem Artikel lesen Sie Wissenswertes über Schmucksteine, wie ihre Herstellung und welche verschiedenen Arten es gibt.



Als Schmucksteine, auch Edelsteine genannt, werden Steine aus Mineralien, Gesteinen oder Glasschmelzen bezeichnet, welche eine optisch schöne Anmutung haben und als Schmuck Verwendung finden. Sie können aber auch organischer Herkunft sein wie beispielsweise Bernstein, Pechkohle sowie Perlen, Perlmutt und Korallen.

Bereits schon seit der Altsteinzeit finden schöne Steine Verwendung als Schmuck und seit der Antike neben den Schmucksteinen weiterhin auch Gold, Silber und anderen Materialien oder auch eine Kombination beider.
Früher wurden vor allem Edelsteine wie Rubin, Smaragd, Saphir, Beryll und Bernstein als Schmucksteine verwandt. Da diese Schmucksteine jedoch sehr teuer waren und einen großen Wert besaßen, wurden sie oft versucht zu fälschen. So wurde beispielsweise der Achat, da er ein Mineral ist, durch Brennen oder Einfärben verändert.
Das Schleifen der Schmucksteine wurde im Altertum und Mittelalter noch nicht angewandt. Erst in der Neuzeit kam der Facettenschliff auf, so dass dann auch erst der Diamant zum beliebten Schmuckstein wurde.

Minerale

Nur bei entsprechender Qualität finden Minerale Anwendung als Schmuckstein wie beispielsweise Diamanten, Korunde und Malachite. Zur Qualitätsbestimmung werden verschiedene Kriterien wie die Transparenz, Reinheit, Seltenheit und Farbe herangezogen. So bestimmen beim Diamanten, dem wertvollsten Edelsteine, vier Eigenschaften seinen Wert. Dieses sind der Schliff, das Gewicht in Karat, die Farbe und die Reinheit.
Zur Verbesserung der optischen Eigenschaften werden Schmucksteine teilweise wärme- oder radioaktiv behandelt. So schlägt die Farbe von Amethysten beispielsweise nach einer Wärmebehandlung von violett zu gelb um. Künstlich behandelte Mineralien müssen in Deutschland entsprechend gekennzeichnet werden.
Minerale in Schmuckqualität können heutzutage auch schon synthetisch hergestellt werden und finden Verwendung als Schmucksteine.

Edelsteine

Schmucksteine werden auch als Edelsteine eingeordnet, wenn sie folgende drei Kriterien erfüllen: Seltenheit, Härte > 7 nach Mohs und Transparenz.
Die bekanntesten Edelsteinarten sind unter anderem der Rubin, Saphir, Smaragd und Topas. Der Diamant hingegen ist eine spezielle kristalline Erscheinungsform elementaren Kohlenstoffs und gehört daher nach der oben erwähnten Einstufung gar nicht zu den Edelsteinen. Dieses wurde jedoch verändert und der wertvolle Diamant heute zu den Edelsteinen zugeordnet.
Fast immer werden die Edelsteine heutzutage zu Formen geschliffen und poliert. Dieses erhöht die Lichtreflexion und den Glanz. Weiterhin es so möglich die Steine zur Weiterverarbeitung in Schmuck eine geeignete Form zu geben. Von Brillanten statt von Diamanten spricht man übrigens, wenn der Stein einen speziellen Brillantschliff erhielt. Andere Edelsteinarten mit Brillantschliff müssen durch den Edelsteinnamen ergänzt werden.

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