Warum Silikone schlecht für die Haare sind

18. Februar 2015

In vielen Haarpflegeprodukten sind Silikone enthalten. In letzter Zeit geraten Silikone jedoch immer mehr in die Kritik. Daher wollen wir uns heute mit der Frage beschäftigen, ob und warum Silikone schlecht für die Haare sind.



Rein chemisch betrachtet sind Silikone synthetische Stoff, was heißt, dass sie nicht natürlich vorkommen und daher weder haar-noch hautverwandte Bestandteile haben. Auch sind sie daher nicht aus nachwachsenden Rohstoffstoffen hergestellt, die meisten zusätzlich biologisch nicht abbaubar.

Was Silikone in Haarpflegemitteln bewirken

Es stellt sich natürlich die Frage, warum Silikon überhaupt in Shampoos und Spülungen enthalten sind, wenn sie in dem Verdacht stehen, dauerhaft nicht gut für das Haar zu sein. Nun die Antwort ist ganz einfach: es ist der schöne Schein. Ihre Wirkung ist, dass sie das Haar zwar weich und geschmeidig machen, sie glänzen lassen und die Kämmbarkeit des Haares verbessern, dieses geschieht jedoch dadurch, dass sich das Silikon wie ein Film um jedes einzelne Haar legt und sie aber nicht von innen pflegt.

Warum Silikone schlecht für die Haare sind

Auf den ersten Blick erreichen Silikone also eine optische Aufwertung und leichtere Handhabung des Haares. JEDOCH lassen sich nicht alle Silikone einfach wieder aus- bzw. abwaschen und stehen zusätzlich noch im Verdacht Allergien auszulösen. So kann es nach einer intensiven und langen Anwendung von Haarpflegemittel mit Silikonen zu einer „Überpflegung“ des Haares kommen, da zu viele chemische Substanzen an ihnen haften. Sie können die Haarstruktur gewissermaßen verkleben. Andere pflegende natürliche Haarpflegesubstanzen oder auch Haarfärbung haben es so schwer, überhaupt noch ins einzelne Haar zu gelangen.
Wie schon erwähnt spricht auch der Umweltaspekt nicht gerade für diese Haarmittel, denn viele Silikone sind nicht biologisch abbaubar. Belasten so also nicht nur das Haar sondern auch die Umwelt.
Dieses sind also die Argumente, warum Silikone schlecht für die Haare sind.

Worauf man beim Kauf achten sollte

Silikon ist nicht gleich Silikon. Es gibt unterschiedliche Varianten wie beispielsweise wasserlösliche, teilweise wasserlösliche und nicht wasserlösliche Silikone.
Prinzipiell erkennt man Silikone bei den Angaben der Inhaltsstoffe an den Wortendungen -cone oder -xane. Weiterhin sind auch Dimethiconol, Trideceth-12 und Hydroxypropyl Silikone.
Wer ein silikonfreies Shampoo kaufen möchte, solltest darauf achten.

Der Umstieg von Silikonshampoo zu silikonfreiem Shampoo

Wer jetzt auch der Meinung ist, dass Silikone schlecht für die Haare sind und umsteigen möchte, dem seien noch folgende Tipps gegeben:
Um die Haare von den Resten der Silikone zu befreien, können Sie beispielsweise ein Haarpeeling anwenden. Dieses mischen Sie 1 zu 1 aus ihrem neuen silikonfreien Shampoo und Natron. Hier erhalten Sie weitere Tipps: Haarpeeling
Auch sollten Sie Geduld haben und nicht enttäuscht sein, denn nach etwa einer 2 wöchigen silikonfreien Pflege wirkt das Haar erst einmal trockener und spröder als vorher. Dann ist jedoch die perfekte Zeit für den Umstieg, denn das Haar ist nun von Restsilikonen befreit und aufnahmefähig für natürliche Pflegestoffe. Verwöhnen Sie neben der Pflege mit silikonfreien Produkten die Haare nun regelmäßig mit reichhaltigen Pflegepackungen. Ein paar Wochen sollte man einplanen bis sich das Haar wirklich erholt hat und ohne Silikone geschmeidig und gepflegt aussieht. Aber es lohnt sich, wenn man der Meinung ist, dass Silikone schlecht für die Haare sind.

Hinweis: Die Inhalte auf leben-kunst.de dienen rein informativen Zwecken und können die persönliche Beratung durch einen Facharzt in keinem Fall ersetzen.