Trockene Haut durch Heizungsluft

29. November 2011

Kennen Sie das auch, dass die Haut im Winter unangenehm trocken ist und sogar stark spannen und jucken kann? Wir sagen Ihnen, warum das so ist und was Sie dagegen machen können, damit Sie keine trockene Haut durch Heizungsluft bekommen.



Unsere Haut reagiert im Winter empfindlich auf die Kälte im Freien. Sinkt die Temperatur unter 8 Grad Celsius reagieren als erstes unsere Talgdrüsen. Die Fette (Lipide), welcher die Haut schützt und im Sommer angenehm geschmeidig macht, wird zäher und verteilt sich nicht mehr so gut auf der oberen Hautschicht (Hornschicht). Dadurch wird die natürliche Schutzbarriere der Haut durchlässiger und negative Einflüsse von außen dringen schneller ein. Und zusätzlich negativ ist, dass hautschützende Substanzen in unserer Haut schneller nach außen dringen und damit verloren gehen. So ist es beispielsweise mit dem Feuchtigkeitsgehalt unserer Haut. Liegt er normal bei etwa 40 Prozent, kann er im Winter auf unter 10 Prozent sinken, dass das nicht gut sein kann, versteht sich von selbst.

Dieser Feuchtigkeitsverlust wird durch die relativ feuchtigkeitsarme Heizungsluft im Winter verstärkt. Trockene Haut durch Heizungsluft ist also ein Problem, mit dem alle Menschen zu kämpfen haben.

Neben dem Austrocknen der Haut durch Heizungsluft wird sie auch durch den ständigen Wechsel zwischen überhitzen Räumen und kalter und windiger Luft draußen beansprucht. Unsere Haut ist mit diesem schnellen Wechsel schlicht überfordert und kann sich schlecht anpassen.

Trockene Haut durch Heizungsluft und Kälte benötigt besonders viel und reichhaltige Pflege. Also gehen Sie jetzt besonders behutsam mit ihr um. Zu häufiges Waschen und zu heißes Wasser spült die Lipide aus der eh schon trockenen und geschwächten oberen Hautschutzschicht.

Das gilt auch für die Benutzung von Seife und alkoholhaltigen Gesichtswassern. Besser sind milde Reinigungslotionen und Gesichtswasser mit Panthenol oder Allantoin. Cremes und Lotionen sollten im Winter Wirkstoffe mit Harnstoff (Urea), Hyaluronsäure, Vitamin E und Glyzerin haben, um den Feuchtigkeitshaushalt zu unterstützen. Und auch rückfettende Produkte beispielsweise aus Nachtkerzen-, Oliven- oder Mandelöl unterstützen sie.

Weiterhin können Sie trockene Haut durch Heizungsluft vermeiden, wenn Sie viel trinken und Luftbefeuchter in den Räumen aufstellen.

Hinweis: Die Inhalte auf leben-kunst.de dienen rein informativen Zwecken und können die persönliche Beratung durch einen Facharzt in keinem Fall ersetzen.