Wie der Versand von Arzneimitteln funktioniert

17. August 2017

tablettenMittlerweile weiß so gut wie jeder, dass man nicht nur in der Apotheke nebenan sondern auch im Internet Medikamente bestellen kann. Da sich jedoch immer noch viele Menschen fragen, ob diese Angebote überhaupt seriös sind, möchten wir in diesem Artikel aufklären, wie der Versand von Arzneimitteln im Internet funktioniert und worauf Sie achten sollten, wenn Sie diese Angebote nutzen.





Seit dem Jahre 2004 ist es in Deutschland möglich auch über das Internet bequem und ohne Wege Arzneimittel zu beziehen. Dieses betrifft sowohl apothekenpflichtige (also frei verkäufliche) und auch verschreibungspflichtige Medikamente. Von den zirka 22.000 bundesweit existierenden standörtlichen Apotheken besitzen derzeit rund 2.200 über eine Erlaubnis auch für den Arzneimittelversand. Ausgenommen sind in Deutschland der Versand von Medikamenten, und dieses aus verbraucherschutzrechtlichen Gründen, für Tierarzneimitteln für lebensmittelliefernde Tiere. So soll verhindert werden, dass Arzneimittel unkontrolliert an diese Tiere verabreicht werden können.

Betrieben werden dürfen Versandapotheken ausschließlich von Apotheken. So muss unter anderem im Impressum der Versandapotheke zwingend der verantwortliche Apotheker, seine Postanschrift und die Aufsicht führende angegeben werden.
Jegliche angebotenen und versendeten Medikamente müssen in Deutschland verkehrsfähige Arzneimittel sein und dürfen qualitativ den herkömmlichen Apotheken in Nichts nachstehen.

Darüber hinaus müssen sich sämtliche Versandapotheken in Deutschland auch am Meldesystem für Arzneimittelsicherheit und am Nacht- und Notdienst beteiligen. Dieses ist möglich, da auch die Versandapotheken wie herkömmliche Apotheken über ein Notfalldepot verfügen.

Mit der Einführung der Versandapotheken im Jahre 2004 wurde gleichzeitig, die Preisbindung für rezeptfreie Arzneimittel aufgehoben. Hieraus entstand auch unter den Apotheken ein Wettbewerb bezüglich des Preisgefüges.

Versandapotheken werden in Deutschland und anderen europäischen Ländern zwar genutzt, aber lange nicht so oft wie herkömmliche Apotheken dabei gibt es wie erwähnt durchaus Vorteile online zu bestellen.
So betrug beispielsweise der Marktanteil der Versandapotheken im Jahre 2007 in Deutschland vier Prozent für rezeptfreie Medikamente. Im Jahre 2008 stieg der Markanteil um ein Prozent auf fünf Prozent und im Jahre 2009 auf etwa neun bis zehn Prozent. Es gibt somit zwar eine stetige aber langsame Erhöhung des Marktanteils. Bei rezeptpflichtigen Medikamenten wird der Marktanteil auf etwa zwei Prozent geschätzt.

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