Wie Pelletsheizungen funktionieren

18. Oktober 2012

Zentralheizungen müssen heute nicht mehr zwangsläufig mit Öl oder Gas betrieben werden. Es gibt weitere Technologien die auf erneuerbare Energiequelle setzen und einen Wirkungsgrad von über 90 % erreichen. Sollten auch Sie planen, sich eine neue Zentralheizung anzuschaffen, ist es durchaus zu empfehlen sich eine wenig näher damit zu beschäftigen, wie Pelletheizungen funktionieren.



Bei einer Pelletheizung, auch Pelletsheizung genannt, werden im Heizkessel der Heizung zur Wärmeerzeugung Holzpellets verbrannt. Dieses sind kleine Presslinge aus Holzspänen und Sägemehl. Vereinzelt kommen auch Pellets aus Stroh zum Einsatz.

Pellet-Zentralheizungen

Pellet-Zentralheizungen haben eine Nennwärmeleistung ab 3,9 kW aufwärts. Sie sind besonders gut einsetzbar in Ein- und Zweifamilienhäusern.
Bei den Pellet-Zentralheizungen wird der Brennstoff periodisch und automatisch vom Pelletlager in die Brennkammer eingebracht. Mit der so erzeugten Wärme wird Wasser im Kessel der Pelletheizung erwärmt und in Umlauf zu den Heizkörpern gebracht. Dabei erfolgt die Wärmeverteilung wie bei anderen herkömmlichen Zentralheizungen.
Zu beachten ist, dass die Pellet-Heizungen durch die Besonderheiten des Brennstoffs über andere Sicherheitseinrichtungen als Öl- oder Gasbrenner verfügt und unterliegt.
Moderne Pellet-Zentralheizungen arbeiten fast vollautomatisch. Lediglich eine regelmäßige Reinigungs- und Wartung wie bei anderen Heizungen auch sowie die Entsorgung der Asche alle paar Wochen ist notwendig.
Die für die Heizungen benötigten Pellets werden von Spezialfahrzeugen angeliefert. Bei einer Bestellung wird meistens eine Zustellmenge von 3–10 Tonnen geliefert. Gelagert werden die Holzpellets in loser Schüttung in einem Tank oder Lagerraum meistens im Keller. Wichtig ist das der Raum trocken ist. Durch ein Fördersystem werden sie dann bei Bedarf dem Brenner zugeführt.
Neben den Pellet-Zentralheizungen gibt es weiterhin auch die Pellet-Einzelöfen.

Pellet-Einzelöfen

Der Leistungsbereich von Pellet-Einzelöfen liegt in der Regel zwischen maximal 6–8 kW und weniger. Sie werden die direkt in den jeweiligen Wohnraum aufgestellt. Aufgebaut sind sie meistens so, dass die Öfen über einen kleinen Vorratsbehälter für Brennstoffe verfügen. Er fasst eine bis wenige Tagesrationen. Bei den Öfen läuft sowohl die Brennstoffzufuhr als auch die Regelung der Verbrennung automatisch im Gegensatz zu Kaminöfen mit Holzbefeuerung. Lediglich die Asche muss von Hand entfernt werden. Die durch den Ofen erzeugte Wärme wird direkt an die Raumluft abgegeben. Mit den Pellet-Einzelöfen kann teilweise auch noch Wasser erwärmt werden. Jedoch sind sie nur eine Unterstützung vorhandener Zentralheizung für ein ganzes Haus. Das Angebot an Pellet-Einzelöfen ist sehr vielfältig.

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