Wissenswertes über Roséweine

20. September 2012

Der Prokopfverbrauch von Wein liegt in Deutschland jährlich bei etwa 25 Litern. Damit liegen wir zwar hinter den klassischen Weinländern Frankreich und Italien aber auch der Weingenuss in Deutschland ist auf dem Vormarsch. Ganz entscheidend für den Geschmack ist natürlich seine Qualität und welche Art von Wein man bevorzugt. Gerade in den wärmeren Jahreszeiten ist der Genuss von leichterem Roséwein angenehmer als dem schweren Rotweines. Wie der Roséwein hergestellt wird und weiteres Wissenswertes zum Roséwein können Sie in unserem Artikel nachlesen.



Roséweine werden aus blauen oder roten Trauben hergestellt und sind recht hellfarbige Weine. Dabei reicht das Farbspektrum von lachsfarben bis hin zu kirschrot. Roséweine werden immer beleibter, so ist der Marktanteil der Roséweine in Deutschland in den letzen Jahren stark von 2 % auf 8 % angestiegen.

Das Herstellungsverfahren von Roséweinen

Es gibt verschiedene Methoden, wie ein Roséwein hergestellt werden kann.
Die blauen Trauben werden wie folgt verarbeitet: sie werden unzerkleinert gekeltert, abgepresst und dann wie bei der Herstellung von Weißwein ohne Schalen vergoren. Durch dieses Verfahren werden sehr helle Roséweine produziert. Werden die blauen Trauben jedoch erst nach zwei bis drei Tagen auf der Maische abgepresst, ergibt dieses einen Roséwein, der deutlich tiefer rot aussieht.

Eine andere Herstellungsmetode ist es, aus den Gärbehältern für Rotwein etwa 12–48 Stunden später 10–15 % des Mostes ohne Pressung abzuziehen und dieses und anschließend als Roséwein zu vinifizieren. Dieses nennt sich die Saignée-Methode und der Roséwein ist somit ein Nebenprodukt der Rotweinbereitung.

Bei der dritten Herstellungsmethode wird Weißwein mit etwa 10–20 % Rotwein vermischt. Dieses Herstellungsverfahren wird allgemein jedoch nur zur Herstellung von Roséschaumweinen genutzt.

Auch ist es möglich Roséwein durch starkes Schönen von Tanninen zu befreit und weiterhin durch die Behandlung mit Aktivkohle aufzuhellen, um die typische Farbe des Roséweins zu erhalten.

Wie man Roséweine verwenden kann

Idealerweise wird der Roséwein mit seinem erfrischenden Aroma gekühlt auf eine Temperatur zwischen 12° und 14°C serviert. Zur Feststellung der Temperatur gibt es spezielle Weinthermometer. Einige lassen sich ganz praktisch um den Flaschenhals anbringen und man kann die Flasche so in den Kühlschrank stellen. Hat der Wein die gewünschte Temperatur wird er aus dem Kühlschrank genommen und serviert.

Der Roséwein kann auch gut zum Essen getrunken werden. Er passt gut zu leichten Sommergerichten wie italienischer Antipasti, frischen Salaten, Fisch- und Meeresfrüchte-Gerichten und Geflügel.
Ein weiterer Verwendungszweck neben seinem puren Genuss ist es, ihn als Grundlage für Fruchtbowlen, Cocktails und Weinschorlen zu nutzen.

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